“Creative China – I believe I can fly!” – Kunstausstellung im Hilton Berlin 

“Creative China – I believe I can fly!” – Kunstausstellung im Hilton Berlin

GeKA e.V. initiiert und zeigt im November und Dezember 2012 eine chinesische Kunstausstellung im Hilton Hotel Berlin 

Ausstellung „Creative China – I believe I can Fly“ wurde erfolgreich im Herzen von Berlin eröffnet

(Organisator: Gesellschaft für Deutsch-Chinesischen Kulturellen Austausch e.V.)

Ausstellung 2012 mit chin. Kulturattache CHEN Ping, Fr. Prof. Zhang und Hoteldirektor van WeezelCreative China – I Believe I Can Fly wurde am 28. November 2012 im frisch renovierten exklusiven Hilton Hotel am Gendarmenmarkt, Berlin, mit rund 200 Gästen aus der Kultur, Wirtschaft und Politik eröffnet. In den Galerieräumen des Hotels werden in den kommenden zwei Wochen, bis zum 15. Dezember 2012 die Arbeiten von vier chinesischen zeitgenössischen Künstlern präsentiert.

Die Ausstellung gibt dem Betrachter einen Einblick in die künstlerische Arbeit und die Kreativität einer Generation, die in den 70er/80er Jahren in China geboren und aufgewachsen ist. Sie zeigt verschiedene Ansätze der Auseinandersetzung der Künstler mit sich und ihrer Umwelt, insbesondere der rasend schnellen Entwicklung der Urbanisierungsprozesse und des Konsums. Gemein ist den Künstlern dabei eine geballte emotionale Kraft, die sich in allen Werken zu entladen scheint. Diese Ansätze bewegen sich auf dem Kontinuum von Melancholie und Ironie, Malerei und Performance.

Ihr Zusatz – I Believe I Can Fly – greift die Spielart des bekannten Performancekünstlers Liu Jin (刘谨) auf. Liu Jin setzt die Gestalt des Engels immer wieder kühn und geschickt ein. Sie ermöglicht ihm einen unschuldig anmutenden Diskurs mit der Urbanisierung und ihren Konsequenzen für die Gesellschaft, wobei er oftmals aktiv in den öffentlichen Raum eingreift. Liu Jin ist ein international anerkannter Künstler, er lebt und arbeitet in Peking.

Zhu Xianwei (朱贤巍) nutzt in seinen Arbeiten eine überzeichnete Kaiserfigur um die Elemente wie Einsamkeit, Vergangenheit und Macht aufzugreifen. Er bedient sich verschiedener Pop-Art-Zitate um den Kontrast von Vergänglichkeit und Konsum zu verschärfen. Zhu Xianwei präsentiert seine Arbeiten in zahlreichen  Einzel- und Gruppenausstellungen in China und Deutschland.

Zhao Yangs (赵洋) Malerei zwischen Figuration und Abstraktion zieht den Betrachter mit ihren figurativen Ansätzen in Bann, um ihn gleich wieder loszulassen. Seine Arbeiten greifen die persönliche Wahrnehmung auf. Zhao Yang absolvierte als Bester seines Jahrgangs die renommierte China Central Academy of Art. Seine Arbeiten werden oft mit denen von Daniel Richter verglichen.

He Junyans (何俊彦) Arbeiten, die hier gezeigt werden, befassen sich ebenfalls mit der Dichte und Vereinsamung in städtischen Räumen. Seine starke, dynamische Linienführung spiegelt die Bedrohlichkeit dieser schnellen Entwicklung wider. Indem er sich auf die Gebäude konzentriert und jegliche Darstellung von Personen im Raum vermeidet fokussiert er seine Arbeiten noch stärker. He Junyan lebt und arbeitet in Paris.

Initiiert und organisiert wurde die Ausstellung von Frau Professor Yu Zhang (彧), die sich als Vorsitzende der Gesellschaft für deutsch-chinesischen kulturellen Austausch mit viel Hingabe der zeitgenössischen chinesischen Kunst widmet. Zuletzt organisierte sie die Ausstellung Eccentric Expressions China im Auswärtigen Amt. Zusammen mit der Kuratorin Xi Que (习却) bewies sie wieder einmal Gespür bei der Auswahl der Künstler, deren Ausstellung mit der Unterstützung der Galerie Philine Cremer, Düsseldorf, und der Galerie MouArt, Peking, realisiert wurde. Finanzielle Unterstützung für die tatkräftige Umsetzung der Ausstellungsidee kam u.a. vom Unternehmen China Communications Corp. mit Sitz in Berlin und Peking.

Die Bedeutung dieser Ausstellung auch vor dem Hintergrund des Kulturjahres Chinas 2012 in Deutschland von Chen Ping (陈平), Leiter der Kulturabteilung der chinesischen Botschaft, in seiner Ansprache zur Eröffnung der Ausstellung herausgestellt. Der Kulturattaché Chen war zuvor der zuständige Leiter für Westeuropa im chinesischen Kulturministerium und ist ein hervorragender Kenner der Kultur- und Kunstszene sowohl in China als auch in Deutschland.

Diese Ausstellung wurde von den zahlreichen Gäste sehr gut angenommen. Weitere Ideen zum kulturellen Austausch zwischen beiden Ländern wurden besprochen, so war der deutsch-chinesische kulturelle Abend sowohl fachlich als auch interkulturell gelungen. Nicht zuletzt würdigt der Kulturattaché Chen die Ausstellung „Creative China – I Believe I Can Fly“ als einen guten Beitrag für das laufende chinesische Kulturjahr in Deutschland sowie das Jahr des 40jährigen Jubiläums zur Aufnahme der diplomatischen Beziehung zwischen beiden Ländern.

(von Philine Cremer)